Rundbriefe lesen

Auszug Rundbrief Oktober 2018

In der letzten Zeit war überall zu beobachten, wie sich Schwärme von Zugvögeln auf den Flug in den Süden vorbereiten. Von unserem Balkon aus hatte ich einige Male das Vergnügen, eine große Schar von Staren beobachten zu können. Der Schwarm senkte sich auf einen Beerenbusch im Garten, um dann gemeinsam wieder aufzusteigen, zu fliegen. Hui. Luftige Leichtigkeit, Fröhlichkeit, Lebendigkeit! Ein kraftvoller Hauch von fließender gleichzeitig gezielter Bewegung, ein erhebender Klang, ein Rauschen, entstanden aus einer gemeinschaftlichen Aktion, einander tragend. Wie leicht und wohltuend könnte ein Leben, eine Welt sein, die eine solche unterstützende Schwarmqualität kultiviert! Stattdessen erleben wir die Welt allzu oft erschreckend laut, eilend und stressig, trennend und abgrenzend. Wir wollen alles takten, alles einordnen, festhalten. Qualitäten wie Achtsamkeit, Intuition, Verbundenheit, Kreativität, Ermutigung, Dialog, persönliches Wachsen und unterstützendes Miteinander scheinen da vordergründig nicht hineinzupassen? Oder doch? Ich denke, es liegt an uns, diese Welt durch unser Sein mitzugestalten. Und vielleicht sollten wir es ja mal den Vögeln nachmachen? Mit dem Fliegen wird es vielleicht schwierig , doch unterstützendes Miteinander, das Gefühl von Verbundenheit zu erleben, ist doch möglich, zumindest immer mal wieder. Z.B. indem wir uns für gemeinsame Klangerfahrungen öffnen, dem eigenen Atem lauschen, aufmerksamer werden für das was gut tut, zu erkennen, was uns unterstützt und trägt. Aus meiner bisherigen Lebenserfahrung weiß ich, dass die Suche nach dem stimmigen Platz im Leben nicht aufhört. Er geht immer weiter und neue Erkenntnisse zeigen sich, wann immer ich offen dafür bin. Und sogar ein Vogelschwarm kann manchmal dazu beitragen.

Herzliche Grüße!

Auszug aus meinem Gesundheitskultur Rundbrief vom September 2018

So langsam verabschiedet sich der Sommer und in mir klingen noch viele schöne Momente und Erlebnisse nach. Einen Teil meiner Sommerauszeit habe ich zusammen mit Volkhard auf der Nordseeinsel Juist verbracht. Eine kleine Insel ohne Autoverkehr mit weiten Ausblicken und viel Raum zum Rückzug, zum Betrachten und Lauschen. Spannend zu erleben, wie sich die Wahrnehmung, das Hören verändert, wenn es keine Motorengeräusche mehr gibt. Die Welt wird klangvoller. Im herannahenden Trappeln der Pferdehufe gestalten sich Rhythmen, manchmal fast vertraut und doch nie gehört, anschwellend und wieder verebbend, das lachende Kreischen der Möven hebt die Stimmung, das Meeresbrausen lässt die Ewigkeit spüren. Klang überall.

In den Dünen von Juist findet sich auf einem Pfad eine riesige Wasserklangschale und lädt die Vorbeigehenden zum Spielen ein. Durch das Streichen der Griffe entstehen Klänge und bei bestimmten Frequenzen fängt das Wasser an zu sprudeln. Natürlich haben wir gespielt. An einem Tag gesellte sich mit einem "cool" auf den Lippen ein ca. 13 jähriger Junge zu uns, schaute zu, setzte sich dann hin, fing an zu beobachten und immer intensiver zuzuhören. Mal spielte Volkhard, mal ich und auch der Junge getraute sich nach unserer Ermutigung. Erstaunlich, was an diesem Platz mit der Zeit entstand. Während andere Menschen kamen, kurz die Schale rieben und wieder verschwanden, blieben wir drei und es entstand ein wunderbares, schweigendes und doch beredtes, klangvolles, kreatives Miteinander. Verbundenheit. Irgendwann verabschiedete sich der Junge und wir gingen wieder unserer Wege ....
Dieses Erlebnis war für mich einerseits erstaunlich, gleichzeitig aber auch meine Lebenshaltung bestätigend und in hohem Maße hoffnungsvoll. Zeigt es doch, dass die Erfahrung von Verbundenheit überall und potentiell mit jedem Menschen möglich ist. Da wo wir uns zutiefst einfühlen, präsent sind und unserer Neugierde Raum geben, kann Heilsames, Ermutigendes und Wohltuendes wie von selbst entstehen ... Was für eine gute Aussicht, wenn wir das weiterdenken und in unseren täglichen Handlungen kultivieren!

Rundbrief 4. Januar 2018

Mit diesem Rundbrief möchte ich Euch/Ihnen meine guten Wünsche für das noch junge Jahr 2018 senden. Der Jahreswechsel ist ja stets eine gute Gelegenheit für Rückschau, Zeit und Muße. Zeit, auch um nach innen zu lauschen und zu spüren, wo sich das eigene Leben (noch) gut anfühlt und wo es nach Aufbruch und Wandel ruft. Auch ich habe zwischen den Jahren intensiv mein Wirken reflektiert und die eine und andere Neuerung beschlossen. Ich hoffe und wünsche euch allen, dass auch ihr die Zeit gut für euch nutzen konntet und dass Ihr nun zuversichtlich und kraftvoll in das neue Jahr aufgebrochen seid.

Eine der Neuerungen betrifft die Organisation unserer "Meditativen Klangreisen". Wir haben uns nämlich entschlossen, für die Teilnahme an den Klangreisen (in meiner Praxis) ab diesem Jahr einen vorab zu überweisenden Teilnahmebeitrag von EUR 14,- zu erheben. Sollte dieser Betrag für jemanden absolut unerschwinglich sein, gern mit mir Kontakt aufnehmen.
Da die Regelung neu ist, bitte ich diejenigen von euch/ihnen, die sich bereits für die nächste Klangreise angemeldet haben, Bescheid zu geben, ob Ihr auch zu diesen Konditionen dabei seid.
Die nächste Klangreise findet am Freitag, dem 23. Februar, wie gewohnt um 19.30 Uhr statt.
Die Anmeldung wird gültig mit der Überweisung des Teilnahmebetrages auf mein Konto. Hier die Bankverbindung:  IBAN: DE48 6809 0000 0012 2038 02     BIC: GENODE61FR1

Unser Klangprojekt reiht sich damit in das professionelle Angebot meiner Praxis für Gesundheitskultur ein. Denn der ursprüngliche Sinn und Zweck, mit den eingespielten Spenden unser soziales Engagement und die Familienpatenschaften in Gambia zu finanzieren, geht schon sehr lange nicht mehr auf. Wen es interessiert, findet unten im Anhang einen BZ Artikel über unser Klangprojekt aus dem Jahr 2004, den ich in diesen Tagen beim Stöbern in meinen Schubladen wiederentdeckt habe. Seit unserer ersten Reise nach Westafrika lockten die Klangreisen insbesondere auch Menschen an, die sich für unsere sozialen Aktivitäten und Kulturbrücken Projekte interessierten. Schleichend hat sich die Intention im Laufe der Jahre verändert. Die Menschen kommen nun in erster Linie zu den Klangreisen, weil sie Ruhe und Entspannung suchen und das ist ja auch gut so. Klangerlebnisse sind eben einfach eine ganz besondere Form der Stressbewältigung und Gesundheitsförderung.

So freue ich mich, wenn unsere Klangreisen weiterhin gern von euch/ihnen besucht werden. Auch hoffe ich, dass das mit der neuen Regelung verbundene „mehr an Verbindlichkeit“ sich positiv bewähren wird.