Corona und WIR - Einladung zum "Dialog im Wald"

Mehr zum Thema Corona und Gesundheit > Klick hier >> Angst oder Liebe?

Wieder am Sonntag, 20. September 2020 - Treffpunkt ist um 9.50 Uhr in FR-Ebnet (Genauer Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben)

Regelmäßig laden wir seit einiger Zeit zum "Dialog im Wald" ein.  Wir sind der Überzeugung, dass es mehr denn je Möglichkeiten des respektvollen Austauschs braucht. Im "Dialog im Wald" schöpfen wir im achtsamen Miteinander Kraft und öffnen uns für neue Perspektiven. 

Warum gerade jetzt? Der Corona Lockdown und die aktuell immer noch bestehenden einschränkenden Maßnahmen haben bei sehr vielen Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Angst und Verunsicherung bestimmen in weiten Teilen unseren Alltag. Menschen erleiden Einsamkeit, Ohnmachtsgefühle und Depressionen. Vieles fühlt sich zerrissen und gespalten an - in unserem Innersten wie auch im Außen. Über die unterschiedliche Einschätzung der Lage gehen inzwischen tiefe Risse durch Freundschaften und Familien. Wir möchten mit dem kreativen Dialogprojekt Brücken bauen und eine Kultur der Vielfalt leben.

Wesentliche Elemente des "Dialog im Wald" sind ein stiller Spaziergang und eine kreative Naturgestaltung. Über die Betrachtung der entstehenden Gestaltung kommen wir miteinander in den Austausch. Uns vereint die "Suche" nach einer Haltung der Ermutigung und Wertschätzung. Wir streben an, uns mit Offenheit zuzuhören und uns von Herzen mitzuteilen was uns wirklich von Bedeutung ist.

Du kannst am "Dialog im Wald" so oft teilnehmen, wie du möchtest. Denn unsere Erfahrung zeigt, dass wir aus jedem Dialog Kraft schöpfen können. Wir kultivieren gemeinsam unsere innere Haltung der Achtsamkeit und des unterstützenden, sich ergänzenden Miteinanders.

Der Ablauf ist so strukturiert, dass wir zunächst in einem Schweigespaziergang hinauf in den Wald gehen. Oben auf dem Plateau angekommen lassen wir gemeinsam mit Fundstücken, die uns auf dem Weg begegnet sind, eine Naturgestaltung entstehen. Über das Betrachten kommen wir miteinander in den Dialog.


Der "Dialog im Wald" wird bis Weiteres in regelmäßigen Abständen (aktuell 2-wöchentlich am Sonntagvormittag) stattfinden. Dauer insgesamt ca. 2,5 bis 3 Stunden.  Wir freuen uns, wenn DU dabei bist so oft es DIR möglich ist. Die Teilnahme ist auf freiwilliger Spendenbasis.

Fragen und verbindliche Anmeldungen unter Telefon 0761/8978388 und info@ulrike-fahlbusch.de

Auszug aus meinem aktuellen Rundbrief:

Tja - kontinuierlicher Dialog sollte eigentlich ein selbstverständlicher Vorgang in unserem Leben und in unserer gesamten Menschheitsfamilie sein. Und damit meine ich mehr als einen Schlagabtausch über vermeintliche Fakten oder Meinungen, mehr als Recht haben wollen. Im echten Dialog kann eine Vielfalt an Meinungen, Weltsichten und Handlungsmöglichkeiten nebeneinander bestehen. Im Dialog können wir potentiell über uns hinaus wachsen. Dialog ist eine Haltung - wir können sie uns "erarbeiten".  In diesem Prozess kann Neues entstehen. Heilsames. Wir können blühende Lebenswelten erschaffen, einander sich ergänzend, bereichernd und inspirierend. Mensch und Mitwelt im Einklang.

Doch wo steuert die Menschheit gerade hin?  Und was bedeutet das für uns Menschen in unseren jeweiligen Lebenswelten und Lebensphasen?  Mit unseren Hoffnungen und Wünschen für ein gutes Leben? Die C – Krise erlebe ich derzeit wie ein Brennglas, das alle bereits zuvor bestehenden Themen zu  verstärken scheint.  Und was da zu beobachten ist, könnte widersprüchlicher nicht sein. Bei den einen ist es Hoffnung, Aufbruch, Erneuerung. Bei anderen Verzweiflung, Angst, Panik, Aggression und Ohnmacht. Unterschiedliche Weltsichten prallen aufeinander und scheinen allzu oft unvereinbar. Freundschaften zerbrechen aufgrund von Streitereien über profundes epidemiologisches Halbwissen. Wie absurd. Und schauen wir in den Rest der Welt, sehen wir wie Elend, Hunger, Barbarei und Ungerechtigkeit inzwischen ein unvorstellbar dramatisches Ausmaß annimmt.

Schwer anzuerkennen, dass es da keine einfachen Lösungen geben wird. Dass wir alle einen Weg finden müssen, mit all den gravierenden Herausforderungen dieser Zeit einen stimmigen Umgang zu finden. Wie kann der Weg aussehen? Sind wir zu klein, um Teil der Lösung zu sein? Nein. Was mich jeder bisherige Dialog gelehrt hat, ist die Bedeutsamkeit einer jeden individuellen Erfahrung. Im achtsamen wahrnehmenden Miteinander wird die Zuversicht genährt, dass das eigene Sein bedeutsam ist. Dass wir getragen sind, verbunden, eingebunden in etwas, das größer ist als wir selbst. Dass Angst schwinden kann und Liebe wächst. Dazu ein Zitat, das ich einem Buch von Malidoma Somè über Heilkunst und Gemeinschaft gefunden habe:

…. unter der Haut, jenseits aller äußeren Umstände und im innersten Herzen des Seins, im Urgrund des Seins, sind wir einander mehr gleich als ungleich ...

Dieser Gedanke kann uns tragen und uns entlasten. Daraus kann viel Gesundes entstehen. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass die Idee des heilsamen Dialogs positiv ansteckend wirksam wird. Bis auf Weiteres werden wir also 14-tägig zum stillen Spaziergang in den Ottilienwald einladen, eine Naturgestaltung entstehen lassen und miteinander ins Gespräch kommen. DU bist herzlich eingeladen, das Dialog Netz mit uns zu weben und damit das soziale Bindegewebe zu stärken.

Ulrike Fahlbusch

In letzter Zeit erhalte ich immer wieder Anfragen, ob der Dialog auch zu einem anderen Zeitpunkt oder an einem anderen Ort stattfinden kann. Wir haben aktuell beschlossen, das bestehende vorerst nicht zu ändern. Gern unterstütze ich aber Gruppen dabei, eigene Dialogprojekte zu initiieren. Sprecht mich gerne an.

In diesem Sinne freue ich mich auch sehr, dass unser Dialogprojekt inzwischen auf der Webseite der Akademie für Potentialentfaltung empfohlen wird.  

https://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org/praxiswerkstatt/